Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

In Kürze

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind Grundstoffe eines Unternehmens, die in die Produktion einfließen. Sie gehören zum Umlaufvermögen und erscheinen als eigener Posten in der Bilanz.

Definition

Produktionsunternehmen benötigen verschiedene Materialien, um ihre Produkte herzustellen. Diese Materialien werden unter dem Begriff Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zusammengefasst und zählen zum Vorratsvermögen innerhalb des Umlaufvermögens.

Die drei Gruppen unterscheiden sich nach ihrem Anteil am fertigen Produkt:

  • Rohstoffe werden zum Hauptbestandteil des Produktes.
  • Hilfsstoffe gehen als Nebenbestandteil in das Produkt ein.
  • Betriebsstoffe werden für den Herstellungsprozess benötigt, ohne selbst Teil des Produktes zu werden.

Eine einheitliche Abgrenzung zwischen den drei Arten gibt es nicht. Was in einer Branche als Rohstoff gilt, kann in einer anderen als Hilfsstoff eingestuft werden.

Am Ende des Geschäftsjahres werden die Bestände im Rahmen der Inventur ermittelt und bewertet. Der tatsächlich verbrauchte Anteil fließt als Materialaufwand in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Die verbleibenden Endbestände werden in die Bilanz übernommen.

Bewertet werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu ihren Anschaffungskosten. Das sind die Einkaufspreise ohne Mehrwertsteuer, zuzüglich Nebenkosten wie Fracht oder Zoll, abzüglich gewährter Rabatte, Boni oder Skonti.