In Kürze
Die Rechtsform legt den rechtlichen Rahmen eines Unternehmens fest — zum Beispiel, wer haftet und wie die Gesellschaft geführt wird. In Deutschland gibt es verschiedene Rechtsformen, von der Einzelunternehmung bis zur Aktiengesellschaft.
Definition
Mit der Rechtsform werden die juristischen Grundregeln eines Unternehmens bestimmt. Diese Regeln sind entweder gesetzlich vorgegeben oder werden in einem Gesellschaftsvertrag vereinbart.
Besonders wichtig ist die Rechtsform in drei Bereichen: Haftung (wer haftet mit welchem Vermögen), Geschäftsführung (wer darf das Unternehmen leiten) und Rechtspersönlichkeit (handelt die Gesellschaft selbst als juristische Person oder handeln natürliche Personen).
Außerdem regelt die Rechtsform Anforderungen bei Gründung, Betrieb und Auflösung — etwa die Höhe des Mindestkapitals, die Anzahl der Gesellschafter sowie deren Rechte und Pflichten.
Haftung im Überblick:
- Bei Personengesellschaften haftet mindestens ein Gesellschafter auch mit seinem Privatvermögen (Ausnahme: GmbH & Co. KG).
- Bei Kapitalgesellschaften ist die Haftung auf die eingezahlten Einlagen begrenzt.
- Natürliche Personen (z. B. Einzelunternehmer) haften mit ihrem gesamten Vermögen.
Die wichtigsten Rechtsformen in Deutschland:
- Einzelunternehmen – z. B. Eingetragener Kaufmann / Eingetragene Kauffrau (e.K.)
- Personengesellschaften – z. B. GbR, OHG, KG, PartG
- Kapitalgesellschaften – z. B. GmbH (§ 13 GmbHG), AG (§ 1 Abs. 1 Satz 1 AktG), KGaA (§§ 278 ff. AktG)
- Eingetragene Genossenschaft (eG) – § 17 Abs. 1 GenG
Die Wahl der Rechtsform ist keine endgültige Entscheidung — ein Wechsel ist grundsätzlich jederzeit möglich, allerdings mit Kosten verbunden. Es empfiehlt sich, die gewählte Rechtsform regelmäßig zu überprüfen.