Reorganisation

In Kürze

Eine Reorganisation ist die planmäßige Umgestaltung eines Unternehmens oder einzelner Unternehmensteile. Ziel ist es, Abläufe und Strukturen zu verbessern und Kosten zu senken.

Definition

Unter Reorganisation — auch Restrukturierung genannt — versteht man eine gezielte und kontrollierte Veränderung von Geschäftsprozessen und betrieblichen Strukturen. Das kann einzelne Abteilungen betreffen oder das gesamte Unternehmen.

Meist besteht eine Reorganisation aus mehreren Einzelmaßnahmen, die zusammen ein übergeordnetes Ziel der Unternehmensleitung erreichen sollen. Typische Anlässe sind zum Beispiel:

  • Fusionen, Unternehmensaufkäufe oder Sanierungen
  • Veränderungen bei Kundenbedürfnissen oder Absatzmärkten
  • Neue gesetzliche Vorschriften oder Rahmenbedingungen
  • Technologischer Fortschritt oder neue Hard- und Software
  • Personelle Veränderungen im Management
  • Geänderte Qualitätsanforderungen oder gesellschaftlicher Wertewandel

Besonders Führungskräfte sind von Reorganisationen betroffen, weil dabei häufig auch die Unternehmenshierarchie verändert wird — etwa durch den Wegfall einer Führungsebene.

Typische Phasen einer Reorganisation: Der Prozess beginnt mit der Feststellung von Schwachstellen, gefolgt von einer Ist-Analyse und der Erarbeitung von Lösungsalternativen. Nach Auswahl und Umsetzung der geeigneten Maßnahmen werden Mitarbeiter geschult und der Erfolg der Maßnahme wird abschließend kontrolliert.

Da jede Reorganisation die Belegschaft betrifft und Veränderungen häufig auf Widerstand stoßen, ist eine frühzeitige und offene Kommunikation wichtig. Die Unternehmensleitung sollte sowohl den Betriebsrat als auch die Mitarbeiter rechtzeitig und umfassend über geplante Maßnahmen informieren.