Schlüsselqualifikationen - Soft Skills

In Kürze

Schlüsselqualifikationen – auch Soft Skills genannt – sind fachübergreifende Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale, die Arbeitnehmer brauchen, um im Beruf erfolgreich zu sein. Sie ergänzen das Fachwissen und helfen dabei, flexibel auf neue Anforderungen zu reagieren.

Definition

Der Begriff Schlüsselqualifikationen wurde in den 1970er Jahren vom deutschen Arbeits- und Bildungsforscher Dieter Mertens geprägt. Er meinte damit persönliche Fähigkeiten, die dabei helfen, sich schnell änderndes Fachwissen zu erschließen und Kompetenzen auf neue Situationen zu übertragen.

Schlüsselqualifikationen sind kein Fachwissen – sie ermöglichen erst den kompetenten Umgang damit. Sie stammen sowohl aus dem Wissens- als auch aus dem Gefühlsbereich und können in verschiedenen Arbeitssituationen flexibel eingesetzt werden.

Heute werden Schlüsselqualifikationen von Arbeitgebern neben der fachlichen Ausbildung ausdrücklich erwartet – bei Bewerbungen ebenso wie im laufenden Berufsleben. Angesichts des schnellen technischen und organisatorischen Wandels gelten sie als wichtige Grundlage für lebenslanges berufliches Lernen.

Schlüsselqualifikationen lassen sich in fünf Kompetenzbereiche einteilen:

  • Handlungskompetenz: eigenverantwortliches Handeln, Probleme lösen, wertschätzender Umgang mit anderen
  • Medienkompetenz: Medien gezielt nutzen, Inhalte kritisch bewerten und einordnen
  • Methodenkompetenz: analytisches und vernetztes Denken, Kreativität, Lernbereitschaft, rhetorische Fähigkeiten
  • Selbstkompetenz: Belastbarkeit, Flexibilität, Motivation, Zuverlässigkeit, Selbstständigkeit
  • Sozialkompetenz: Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Empathie, Konflikt- und Kritikfähigkeit, Respekt

Schlüsselqualifikationen lassen sich nicht direkt „lernen" – sie entwickeln sich im Zusammenhang mit dem Erwerb von Wissen und praktischer Erfahrung. Betriebe sind daher gefordert, ihre Vermittlung sowohl in der Berufsausbildung als auch in der Weiterbildung zu fördern.