Skonto

In Kürze

Skonto ist ein prozentualer Preisnachlass, den ein Lieferant gewährt, wenn der Käufer eine Rechnung besonders schnell bezahlt. Der Abzug ist nur erlaubt, wenn er ausdrücklich in den Zahlungsbedingungen vereinbart wurde.

Definition

Skonto bezeichnet einen Nachlass auf den Rechnungsbetrag, der an eine kurze Zahlungsfrist geknüpft ist. Zahlt der Käufer innerhalb dieser Frist, darf er den vereinbarten Prozentsatz vom Rechnungsbetrag abziehen.

Die Zahlungsbedingungen können auch gestaffelte Skontosätze enthalten — zum Beispiel 3 % bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen, 1 % innerhalb eines Monats und kein Abzug bei Zahlung innerhalb von 45 Tagen.

Für den Käufer mindert der erhaltene Skonto die Anschaffungskosten der eingekauften Waren oder Güter. Für den Verkäufer bedeutet gewährter Skonto eine Erlösschmälerung, also eine Minderung seiner Umsätze. Skonto beeinflusst damit sowohl den Umsatz als auch die Liquidität eines Unternehmens.

Skonto hängt eng mit dem sogenannten Lieferantenkredit zusammen: Wer eine Rechnung erst später zahlt, nutzt die Zahlungsfrist als kurzfristige Finanzierung. Verzichtet man jedoch auf den Skontoabzug, kann der effektive Jahreszinssatz dieser Finanzierungsform sehr hoch ausfallen.

Zur Einschätzung dieses Zinssatzes wird häufig eine Faustformel verwendet: Der Skontosatz wird ins Verhältnis zur sogenannten Skontobezugsspanne gesetzt — also der Differenz zwischen dem allgemeinen Zahlungsziel und der Skontofrist — und das Ergebnis mit 360 multipliziert.