Stellenumfeldbefragung

In Kürze

Die Stellenumfeldbefragung ist ein personalpolitisches Instrument, mit dem Unternehmen systematisch Informationen über einzelne Stellen und deren Anforderungen sammeln. Sie dient vor allem der Personalplanung und der Erstellung oder Aktualisierung von Stellenbeschreibungen.

Definition

Bei einer Stellenumfeldbefragung werden Mitarbeiter — oft mithilfe eines standardisierten Fragebogens — zu ihrer Stelle befragt. Dabei geht es um Aufgaben, Befugnisse, Anforderungen und die Beziehungen zu anderen Stellen im Unternehmen.

Das Instrument wird eingesetzt, um unter anderem folgende Fragen zu beantworten:

  • Kern- und Randaufgaben: Welche Aufgaben gehören zur Stelle, und haben sich diese verändert?
  • Beziehungen zu anderen Stellen: Wie ist die Stelle mit anderen Bereichen verknüpft?
  • Anforderungen an den Stelleninhaber: Welche fachlichen und sonstigen Anforderungen bestehen?
  • Befugnisse: Welche Entscheidungsbefugnisse sind mit der Stelle verbunden?
  • Qualifikationen: Welche Kenntnisse und Fähigkeiten sind besonders wichtig?

Die Befragung kann anonym oder offen durchgeführt werden. Eine anonyme Durchführung fördert ehrlichere Antworten, erschwert aber die Analyse einzelner Stellen. Eine offene Befragung ist möglich, wenn ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Mitarbeitern und Führungskräften besteht.

Damit die Ergebnisse verwertbar sind, ist die Akzeptanz der Mitarbeiter entscheidend. Unternehmen sollten deshalb Ziel und Zweck der Befragung klar und offen kommunizieren — besonders dann, wenn Mitarbeiter befürchten, dass die Befragung Grundlage für Stellenabbau oder Umstrukturierungen sein könnte.