Trojaner

In Kürze

Ein Trojaner ist eine Schadsoftware mit verdeckter schädlicher Funktion. Sie täuscht eine harmlose Nutzung vor und wirkt im Hintergrund.

Definition

Trojaner ist ein informationstechnischer Begriff. Er bezeichnet ein Schadprogramm, das sich als legitime oder nützliche Software tarnt.

Ein Trojaner liegt vor, wenn eine Software unbemerkt schädliche oder unerwünschte Funktionen ausführt. Die Schadfunktion wird regelmäßig ohne Wissen oder Zustimmung des Nutzers aktiviert.

Typisch sind Datenmanipulation, Ausspähung, Systemschädigung oder unbefugte Fernsteuerung.

Die Einschleusung erfolgt häufig über Downloads, E-Mail-Anhänge oder manipulierte Updates.

Rechtsgrundlagen ergeben sich aus straf-, datenschutz- und IT-sicherheitsrechtlichen Vorschriften, insbesondere:

  • Strafgesetzbuch (StGB)

Ein Trojaner begründet keinen rechtmäßigen Zugriff oder Nutzungsanspruch auf fremde IT-Systeme.

Abzugrenzen ist der Trojaner von:

  • Viren
  • Würmern

Diese unterscheiden sich dadurch, dass sie sich selbstständig vervielfältigen.

Trojaner ist in der Praxis relevant für IT-Sicherheit, Datenschutz, Compliance und Strafverfolgung.