In Kürze
Verschwendung bezeichnet alle unnötigen Aufwände, Kosten und Ressourcenverbrauch, die im Produktions- oder Geschäftsprozess eines Unternehmens entstehen, ohne einen Mehrwert zu schaffen. Zwischen vermeidbarer und nicht vermeidbarer Verschwendung wird dabei ausdrücklich unterschieden.
Definition
Unternehmen suchen ständig nach Wegen, wirtschaftlicher zu arbeiten. Dabei liegt der Fokus häufig auf der Senkung von Personalkosten — dabei gibt es oft wirkungsvollere Ansätze: die Beseitigung von Verschwendung innerhalb der eigenen Abläufe.
Verschwendung umfasst alle Vorgänge, die Ressourcen verbrauchen, ohne dem Unternehmen oder seinen Kunden einen Nutzen zu bringen. Sie entsteht oft schleichend und wird mit der Zeit als normal hingenommen.
Typische Bereiche, in denen Verschwendung auftritt:
- Bestände: Zu hohe Lagerbestände binden Kapital und Flächen und können durch Überproduktion entstehen.
- Produktionsprozess: Ungeeignete Fertigungssysteme führen zu Fehlern, langen Wegen und unnötigen Wartezeiten.
- Produktionsqualität: Ausschuss und Fehler verursachen Korrekturaufwand und unterbrechen den Produktionsfluss.
- Transport: Nicht optimierte interne und externe Transporte entstehen bei mangelhafter Produktionssteuerung.
- Überproduktion: Produkte oder Leistungen, die ohne konkrete Kundennachfrage erstellt werden.
- Ungenutztes Potenzial: Das Wissen und Können der Mitarbeiter wird nicht vollständig genutzt, um Prozesse zu verbessern.
- Wartezeiten: Stillstehende Prozesse durch fehlende Materialien oder gestörte Betriebsmittel belasten die Wirtschaftlichkeit erheblich.
Nicht jede Verschwendung lässt sich vermeiden. Manche Aufwände sind durch gesetzliche oder behördliche Vorgaben vorgeschrieben — auch wenn sie dem einzelnen Unternehmen keinen direkten Nutzen bringen. Die Unternehmensleitung sollte sich daher gezielt auf die vermeidbare Verschwendung konzentrieren und diese systematisch abbauen.