Aktivkonto

In Kürze

Ein Aktivkonto ist ein Konto in der Finanzbuchhaltung, auf dem das Vermögen eines Unternehmens erfasst wird. Es zeigt, was ein Unternehmen besitzt — zum Beispiel Maschinen, Bankguthaben oder Forderungen.

Definition

In der Finanzbuchhaltung gibt es sogenannte Bestandskonten, die in zwei Gruppen aufgeteilt werden: Aktivkonten und Passivkonten. Aktivkonten sind Vermögenskonten — sie bilden ab, welche Werte und Mittel einem Unternehmen gehören oder zustehen.

Am Ende des Geschäftsjahres wird der Bestand eines Aktivkontos in der Bilanz auf der Aktivseite ausgewiesen. Zugänge auf einem Aktivkonto erhöhen in der Regel das Vermögen, Abgänge vermindern es.

Aktivkonten werden entweder dem Anlagevermögen oder dem Umlaufvermögen zugeordnet:

  • Anlagevermögen: Grundstücke, Maschinen, Fuhrpark, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Finanzanlagen
  • Umlaufvermögen: Vorräte, Forderungen, Kassenbestand, Bankguthaben, Scheckbestände, aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Werden Mittel nur von einem Aktivkonto auf ein anderes umgebucht — zum Beispiel vom Bankkonto auf ein Postscheckkonto — verändert sich das Gesamtvermögen nicht. Man spricht dann von einem Aktivtausch.

Aktivkonten des Anlagevermögens können keinen negativen Saldo aufweisen. Bei Umlaufvermögenskonten wie Bankkonten ist ein negativer Saldo möglich — in diesem Fall wird der Betrag am Jahresende nicht mehr auf der Aktivseite, sondern auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen.

Wichtig: Gemäß § 246 Abs. 2 HGB dürfen Posten der Aktivseite nicht mit Posten der Passivseite verrechnet werden. Das gilt insbesondere für aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten.