Arbeitsinhalt

In Kürze

Der Arbeitsinhalt beschreibt, welche Aufgaben, Anforderungen und Handlungsspielräume eine Arbeitsstelle für den Beschäftigten umfasst. Je vielfältiger und eigenverantwortlicher die Tätigkeit, desto reicher ist ihr Arbeitsinhalt.

Definition

Der Begriff stammt aus den Arbeitswissenschaften und der Arbeitsorganisation. Der Arbeitsinhalt wird durch die Arbeitsfunktionen bestimmt, die ein Beschäftigter ausübt — also durch die konkreten Aufgaben und die damit verbundenen körperlichen und geistigen Anforderungen.

Entscheidend ist dabei die Tiefe der Arbeitsteilung: Je stärker eine Arbeit in kleine Einzelschritte aufgespalten wird, desto geringer wird der Arbeitsinhalt. Typisches Beispiel ist klassische Fließbandarbeit, bei der Beschäftigte nur wenige, sich ständig wiederholende Handgriffe ausführen und kaum eigene Entscheidungen treffen können.

Geringe Arbeitsinhalte können zu Monotonie, schnellerer Ermüdung und sinkender Leistungsmotivation führen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass einseitige Anforderungen die Produktivität und das Qualitätsbewusstsein der Beschäftigten verringern.

Deshalb werden in der modernen Arbeitsorganisation ganzheitliche Arbeitsinhalte angestrebt. Dabei werden ausführende Tätigkeiten durch planende oder kontrollierende Aufgaben ergänzt:

  • Job Enrichment — Anreicherung der Arbeit durch mehr Verantwortung und anspruchsvollere Aufgaben
  • Job Enlargement — Erweiterung der Arbeit durch zusätzliche, gleichwertige Tätigkeiten

Solche Maßnahmen zur Arbeitsstrukturierung können für einzelne Beschäftigte oder für ganze Gruppen umgesetzt werden. Sie schaffen größere Handlungs- und Entscheidungsspielräume und werden auch als neue Formen der Arbeitsorganisation (NFAO) bezeichnet.