In Kürze
Arbeitsqualität beschreibt entweder das qualitative Ergebnis einer Arbeitsleistung oder den qualitativen Umfang der Arbeitsbedingungen in einem Unternehmen. Beide Bedeutungen spielen im Arbeitsalltag eine wichtige Rolle.
Definition
Der Begriff Arbeitsqualität wird in der betrieblichen Praxis in zwei Bedeutungen verwendet: Zum einen steht er für das Ergebnis einer Arbeitsleistung – also wie gut ein Arbeitnehmer oder eine Arbeitsgruppe eine Aufgabe erfüllt. Zum anderen beschreibt er die Qualität der Arbeitsbedingungen in einem Betrieb.
Bei der Herstellung von Produkten lässt sich die Arbeitsqualität direkt an der Produktqualität ablesen. Bei Dienstleistungen wird sie häufig über die Kundenzufriedenheit bewertet.
Viele Faktoren beeinflussen, wie hoch die Arbeitsqualität eines Mitarbeiters ist. Dazu gehören:
- Mitarbeiterbezogene Merkmale: Qualifikation, Motivation, körperliche und geistige Gesundheit
- Aufgabenbezogene Merkmale: Komplexität der Aufgabe, Erfahrung mit der Aufgabe, individuelle oder einheitliche Aufgabenstellung
- Zeitbezogene Merkmale: Reihenfolge und Häufigkeit der Aufgaben
- Arbeitsbedingungen: Verfügbarkeit von Arbeitsmitteln, Arbeitsumgebung (z. B. Lärm, Licht, Hitze)
- Arbeitsorganisatorische Merkmale: Arbeitszeit, Stress, Weiterbildung, Führungsstil, Unternehmenskultur
- Soziale Merkmale: Betriebsklima, Verhältnis zu Kollegen, Gruppenzugehörigkeit
- Monetäre Merkmale: Vergütung, Lohngerechtigkeit, betriebliche Sozialleistungen
Arbeitet ein Mitarbeiter in einer Gruppe, ergibt sich die Gruppen-Arbeitsqualität aus dem Durchschnitt der individuellen Leistungen aller Mitglieder. Sind die Leistungen ähnlich, spricht man von einer homogenen Gruppen-Arbeitsqualität. Weichen sie stark voneinander ab, ist sie inhomogen. Die Zusammensetzung der Gruppe hat daher großen Einfluss auf das Gesamtergebnis.
Unternehmen, die eine gleichbleibend hohe Arbeitsqualität sicherstellen wollen, setzen auf die Standardisierung von Arbeitsprozessen – etwa durch klare Arbeitsanweisungen oder den Einsatz technischer Hilfsmittel. Außerdem sind regelmäßiger Wissensaustausch, Weiterbildung, betriebliches Gesundheitsmanagement und eine langfristige Mitarbeiterbindung wichtige Maßnahmen.
Fällt ein Mitarbeiter mit besonderem Fachwissen aus, kann dies die Arbeitsqualität erheblich beeinträchtigen. Deshalb empfiehlt es sich, Stellvertreter einzuplanen, Jobrotation einzuführen und Nachfolger rechtzeitig einzuarbeiten.