In Kürze
Arbeitsschritte sind die einzelnen Teilaufgaben, in die eine Arbeitstätigkeit aufgeteilt wird. Wie groß oder klein diese Schritte sind, hängt von der jeweiligen Form der Arbeitsorganisation ab.
Definition
In klassischen Formen der Arbeitsorganisation wurden Tätigkeiten in möglichst kleine, einfache Arbeitsschritte zerlegt und dann einzelnen Arbeitnehmern zugewiesen. Ziel war ein störungsfreier Ablauf — die Aufgaben waren so einfach gehalten, dass keine umfangreiche Ausbildung nötig war und Mitarbeitende leicht ersetzt werden konnten.
Moderne Arbeitsorganisation geht einen anderen Weg: Arbeitnehmer erhalten größere Handlungsspielräume, mehr Eigenverantwortung und Autonomie. Das ist notwendig, weil heutige Arbeitsaufgaben deutlich komplexer sind und mehr Flexibilität erfordern. Allerdings steigt damit auch die psychische Belastung der Beschäftigten.
Eine gute Arbeitsgestaltung soll beide Seiten in Einklang bringen: die betrieblichen Abläufe effizient halten und gleichzeitig die körperliche sowie psychische Belastung der Arbeitnehmer so gering wie möglich halten. Dafür zuständig sind die Arbeitswissenschaft sowie ihre Teilbereiche Betriebssoziologie und Betriebspsychologie.
Eine optimierte Arbeitsgestaltung sollte unter anderem folgende Punkte erfüllen:
- Klare Leistungskriterien — alle Beteiligten wissen, was erwartet wird
- Transparenz — Arbeitsabläufe sind für alle Beschäftigten nachvollziehbar
- Zusammengehörende Aufgaben werden sinnvoll gebündelt
- Einheitliche Ausführung — Abläufe sind so gestaltet, dass sie nicht unterschiedlich oder widersprüchlich umgesetzt werden
- Vermeidung von Mehrfachbelastung — gleichzeitige Aufgaben sollten möglichst unterschiedliche Anforderungen stellen
- Planbare Unterbrechungen — unvorhergesehene Störungen werden so weit wie möglich vermieden
- Motivation und Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden werden aktiv gefördert
- Verständliche Anleitungen für Arbeitsmittel in einer für alle Nutzer klaren Sprache