In Kürze
Ausbildungsmarketing-Instrumente helfen Unternehmen dabei, geeignete Auszubildende zu finden und für sich zu gewinnen. Sie lassen sich in drei Bereiche einteilen: Produktpolitik, Leistungspolitik und Kommunikationspolitik.
Definition
Ausbildungsmarketing bezeichnet den systematischen Prozess, mit dem ein Unternehmen Jugendliche mit geeignetem Potenzial auf seine Ausbildungsangebote aufmerksam macht. Die eingesetzten Instrumente orientieren sich am klassischen Marketing-Mix und werden auf die Besonderheiten der Berufsausbildung übertragen.
Produktpolitik meint alles, was das Ausbildungsangebot selbst attraktiv macht. Dazu zählen die angebotenen Ausbildungsberufe, die eingesetzten Ausbildungsmethoden sowie Zusatzangebote wie Auslandsaufenthalte, duale Studiengänge oder Sprachtraining. Auch Entwicklungschancen, Weiterbildungsmöglichkeiten und Arbeitsplatzsicherheit spielen hier eine Rolle.
Leistungs- oder Preispolitik betrifft die Vergütung und mögliche Anreizsysteme. In vielen Branchen ist die Ausbildungsvergütung tariflich festgelegt und damit kaum veränderbar. Kreative Zusatzanreize — etwa Beiträge zu Lernmitteln, Konzerttickets oder gemeinsame Teamevents — können dennoch einen Unterschied machen.
Kommunikationspolitik ist der entscheidende Bereich: Nur wenn die Botschaft die Zielgruppe erreicht, wirken alle anderen Maßnahmen. Dazu gehören klassische Stellenanzeigen, eine ansprechende Internetpräsenz mit interaktiven Elementen, Auftritte bei Ausbildungsmessen und in Schulen sowie Praktika und Schnuppertage. Besonders glaubwürdig sind Aussagen von aktuellen Auszubildenden, etwa in Form von Erfahrungsberichten oder Blogs.
Wichtig ist außerdem die Arbeit über Multiplikatoren: Schulen, die Arbeitsagentur, Kammern und die eigenen Mitarbeiter können das Ausbildungsangebot in der Region bekannt machen — oft mit geringem Aufwand. Auszubildende selbst erreichen über ihr persönliches Umfeld die Zielgruppe auf besonders authentische Weise.
- Persönliche Ansprache: Freundlicher, verbindlicher Umgang im Bewerbungs- und Auswahlprozess stärkt das Bild des Unternehmens bei potenziellen Auszubildenden erheblich.
- Originalität: Ungewöhnliche Veranstaltungsformate oder eine unverwechselbare Gestaltung von Anzeigen helfen, sich vom Wettbewerb abzuheben.
- Regionaler Bezug: Da Ausbildungsmarketing meist lokale Zielgruppen anspricht, sind regionale Netzwerke und persönliche Kontakte besonders wertvoll.