In Kürze
Die Bewegungsbilanz zeigt, woher ein Unternehmen seine Finanzmittel in einem Geschäftsjahr bezogen hat und wofür es sie eingesetzt hat. Sie hilft dabei, Finanzierungsvorgänge und die Liquiditätspolitik eines Unternehmens zu beurteilen.
Definition
Die Bewegungsbilanz stellt die Zusammenhänge zwischen der Finanzwirtschaft und den Investitionen eines Unternehmens dar. Auf der einen Seite steht die Mittelherkunft — also woher das Geld kommt. Auf der anderen Seite steht die Mittelverwendung — also wofür das Geld ausgegeben wurde.
Eine einfache Bewegungsbilanz liefert nur begrenzte Informationen. Erst durch eine weitere Untergliederung steigt ihr Aussagewert deutlich.
Je nach Betrachtungsziel gibt es zwei Gliederungsansätze:
- Finanzierungsorientierte Gliederung: Die Mittelherkunft wird nach Finanzierungsarten aufgeteilt — zum Beispiel nach Außen- und Innenfinanzierung oder nach Eigen- und Fremdfinanzierung.
- Liquiditätsorientierte Gliederung: Hier steht die Fristigkeit im Vordergrund — also wie lange Finanzmittel im Unternehmen gebunden sind und woher sie stammen.
Die Bewegungsbilanz ist damit ein wichtiges Werkzeug, um die finanzielle Lage und die Liquidität eines Unternehmens besser zu verstehen.