Führungsstil - laissez-faire

In Kürze

Der Laissez-faire-Führungsstil bedeutet, dass Vorgesetzte kaum eingreifen und Mitarbeiter weitgehend selbstständig arbeiten und entscheiden. In der Praxis gilt er eher als Nichtführen als als echter Führungsstil.

Definition

Der Begriff stammt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie „machen lassen" oder „laufen lassen". Eine Führungskraft, die nach diesem Prinzip handelt, verzichtet darauf, das Verhalten der Mitarbeiter gezielt zu steuern oder zu beeinflussen.

Kommunikation, Information und Zusammenarbeit laufen in solchen Teams weitgehend ungeregelt ab. Entscheidungen treffen die Mitarbeiter meist selbst — Vorgesetzte sind nur in Ausnahmefällen beteiligt. In der Praxis findet sich dieser Stil am ehesten in kreativen Bereichen wie etwa der Werbung.

Vorteile dieses Führungsstils:

  • Mitarbeiter erhalten den größtmöglichen Freiraum bei der Aufgabenerfüllung
  • Individuelle Arbeitsweisen werden vollständig akzeptiert
  • Selbstständiges Arbeiten wird gefördert und vorausgesetzt
  • Entscheidung und Kontrolle liegen beim Mitarbeiter oder Team

Nachteile dieses Führungsstils:

  • Arbeitsqualität und -menge können unterdurchschnittlich sein, wenn Motivation oder Qualifikation fehlen
  • Informationen fließen eher zufällig, Planung ist kaum vorhanden
  • Kompetenzstreitigkeiten und Rivalitäten zwischen Mitarbeitern oder Abteilungen sind häufig
  • Die Organisation wirkt oft unstrukturiert oder chaotisch
  • Führungskräfte übernehmen kaum Verantwortung und nutzen ihr Fachwissen zu wenig
  • Mitarbeiter sind mit der geforderten Selbstständigkeit oft überfordert
  • Arbeitsmoral und Disziplin liegen häufig unter dem Durchschnitt