In Kürze
Gruppenarbeit funktioniert nur, wenn klare Regeln gelten. Arbeitgeber und Betriebsrat sollten diese Grundsätze gemeinsam festlegen, bevor Gruppenarbeit eingeführt wird.
Definition
Damit eine Arbeitsgruppe im Betrieb erfolgreich arbeiten kann, braucht sie eine funktionierende innere Organisation. Dazu gehören ein Gruppensprecher für die Kommunikation nach außen, ein Moderator für Sitzungen und ein Protokollant, der Ergebnisse festhält.
Gruppenarbeit setzt voraus, dass die Mitglieder bereit sind, Eigenverantwortung zu übernehmen und gemeinsam Entscheidungen zu treffen. Wer klare Einzelführung bevorzugt und keine Eigenverantwortung übernehmen möchte, sollte nicht in Gruppenprozesse gezwungen werden – das führt zu Frustration und schlechten Ergebnissen.
Das Gruppenklima muss offen, respektvoll und konstruktiv sein. Machtspiele schaden dem Ergebnis. Jede Meinung sollte gehört und diskutiert werden, damit die Kreativität der Gruppe gefördert wird.
Für gute Gruppenarbeit gelten außerdem folgende Grundsätze:
- Gemeinsames Ziel: Der Arbeitsauftrag steht im Mittelpunkt.
- Gruppeninteresse vor Einzelinteresse: Interne Konkurrenzkämpfe werden vermieden.
- Klare Organisation: Verbindliche Strukturen geben Sicherheit.
- Motivation von innen: Die Gruppe trägt ihre Antriebskraft selbst.
- Offene Kommunikation: Ehrliches Feedback und Informationsaustausch sind selbstverständlich.
- Vertrauen und Loyalität: Alle Mitglieder begegnen sich auf Augenhöhe.
Schulungen in Arbeitstechniken – etwa Brainstorming, aktives Zuhören oder strukturierte Diskussion – helfen der Gruppe, ihre Aufgaben besser zu lösen. Solche Methoden sollten zumindest einzelnen Schlüsselpersonen wie dem Gruppensprecher oder Moderator vermittelt werden.