In Kürze
Kontokorrentkredit ermöglicht die flexible Inanspruchnahme eines laufenden Kreditrahmens über ein Konto. Die Zinsbelastung entsteht nur für den tatsächlich genutzten Betrag.
Definition
Ein Kontokorrentkredit ist ein bankrechtliches Finanzierungsinstrument zur kurzfristigen Liquiditätsbereitstellung über ein laufendes Konto. Es handelt sich um eine vertraglich eingeräumte Kreditlinie, die innerhalb eines festgelegten Limits variabel genutzt werden kann.
Der Kredit liegt vor, wenn ein Konto zeitweise einen Sollsaldo bis zur vereinbarten Kreditgrenze aufweisen darf. Die Inanspruchnahme erfolgt fortlaufend ohne feste Laufzeit und ohne verbindlichen Tilgungsplan.
Der Kontokorrentkredit ist regelmäßig an ein Girokonto gebunden und wird im Rahmen einer laufenden Rechnung geführt. Zinsen fallen ausschließlich für den jeweils in Anspruch genommenen Saldo und zeitanteilig an.
Eine gesonderte Auszahlung oder Kontoführung außerhalb des bestehenden Kontos ist nicht vorgesehen. Der Kontokorrentkredit begründet keinen Anspruch auf dauerhafte Kreditgewährung über das vereinbarte Limit hinaus.
Abzugrenzen ist der Kontokorrentkredit von:
- Ratenkredit, der eine feste Laufzeit und verbindliche Rückzahlungsmodalitäten vorsieht.
In der Praxis dient der Kontokorrentkredit der kurzfristigen Überbrückung schwankender Liquiditätsbedarfe im laufenden Zahlungsverkehr.