In Kürze
Die Losgrößenplanung legt fest, wie viele Einheiten eines Produkts zwischen zwei Umrüstvorgängen einer Produktionsanlage gefertigt werden. Ziel ist es, die Gesamtkosten des Produktionsprozesses so gering wie möglich zu halten.
Definition
Als Losgröße bezeichnet man die Fertigungsmenge, die in einem Produktionsunternehmen zwischen zwei Umrüstvorgängen hergestellt wird. Die Losgrößenplanung geht vom geplanten Gesamtjahresbedarf einer Produktart aus und gehört zur kurzfristigen Produktionsplanung.
Bei der Planung stehen sich zwei gegenläufige Kostenarten gegenüber:
- Rüstkosten (auflagefixe Kosten): Diese fallen einmal pro Los an, unabhängig von der Losgröße — zum Beispiel die Kosten für das Umrüsten der Maschine. Je mehr Lose produziert werden, desto höher sind diese Kosten insgesamt.
- Lager- und Zinskosten (auflageproportionale Kosten): Diese steigen mit zunehmender Losgröße, weil größere Mengen auf Vorrat produziert und gelagert werden müssen. Dadurch wird mehr Kapital gebunden.
Die optimale Losgröße liegt dort, wo die Summe aus Rüstkosten und Lager- bzw. Zinskosten am niedrigsten ist — also an dem Punkt, an dem beide Kostenarten zusammen ihr Minimum erreichen.
Wie groß die Losgrößenprobleme in der Praxis sind, hängt stark vom Produktionsprogramm ab. Ein Betrieb mit vielen verschiedenen Produktvarianten in kleinen Mengen steht vor anderen Herausforderungen als ein Unternehmen, das über Wochen hinweg dieselbe Produktsorte fertigt.