In Kürze
Marktforschung ist die systematische Sammlung und Auswertung von Informationen über Märkte, Kunden und Wettbewerber. Sie hilft Unternehmen, bessere Entscheidungen in Vertrieb, Planung und Marketing zu treffen.
Definition
Marktforschung ist ein kontinuierlicher Prozess, bei dem ein Unternehmen auf wissenschaftlicher Grundlage Informationen über seinen Markt und sein Umfeld gewinnt und auswertet. Ziel ist es, fundierte Entscheidungsgrundlagen für die Unternehmensleitung zu schaffen – etwa für die Absatzpolitik oder die Fertigungsplanung.
Ein typisches Marktforschungsprojekt läuft in mehreren Schritten ab:
- Festlegung des Forschungsziels
- Auswahl der Informationsquellen
- Informationsbeschaffung
- Auswertung der Daten
- Aufbereitung und Präsentation der Ergebnisse
Bei der Informationsbeschaffung unterscheidet man zwischen primären Quellen – also Daten, die direkt im Unternehmen entstehen, wie Umsatzstatistiken, Preislisten oder Kundenschriftwechsel – und sekundären Quellen, zum Beispiel Fachpublikationen, Jahresabschlüsse von Wettbewerbern oder statistische Jahrbücher.
Als Methoden kommen vor allem Befragungen, Beobachtungen und Experimente zum Einsatz. Eine besonders aufwändige Methode ist das sogenannte Verbraucherpanel: Dabei protokollieren viele hundert oder tausend Konsumenten über einen längeren Zeitraum ihre Einkäufe. So lassen sich Marktanteile und deren Veränderungen zuverlässig messen.
Große Unternehmen unterhalten eigene Marktforschungsabteilungen, während kleinere Betriebe diese Aufgabe oft dem Marketingverantwortlichen übertragen. Ohne Marktforschung ist es kaum möglich, Ressourcen gezielt einzusetzen und wirtschaftlich erfolgreich zu handeln.