In Kürze
Das neutrale Ergebnis ist der Teil des Unternehmenserfolgs, der nicht aus dem eigentlichen Betriebszweck stammt. Es ergibt sich aus der Differenz zwischen neutralen Erträgen und neutralen Aufwendungen.
Definition
Der Gesamterfolg eines Unternehmens besteht aus zwei Teilen: dem betrieblichen Ergebnis und dem neutralen Ergebnis. Während das betriebliche Ergebnis zeigt, wie erfolgreich ein Unternehmen mit seinem eigentlichen Geschäft ist, erfasst das neutrale Ergebnis alle Einnahmen und Ausgaben, die damit nichts zu tun haben.
Neutral sind Erträge und Aufwendungen immer dann, wenn sie betriebsfremd, periodenfremde oder außerordentlich sind — also nicht regelmäßig aus dem Kerngeschäft entstehen. Ein Beispiel wäre ein Gewinn aus dem Verkauf eines Grundstücks, das nicht zum laufenden Betrieb gehört.
Die Trennung ist wichtig, weil ein positives Gesamtergebnis täuschen kann: Ein Unternehmen kann trotz schlechtem Kerngeschäft insgesamt einen Gewinn ausweisen — und umgekehrt. Nur wer beide Teile kennt, kann den tatsächlichen Unternehmenserfolg richtig einschätzen.
Am Ende einer Rechnungsperiode werden die neutralen Erträge und Aufwendungen saldiert. Überwiegen die Erträge, entsteht ein neutraler Gewinn; überwiegen die Aufwendungen, ein neutraler Verlust. Beides fließt in die Gewinn- und Verlustrechnung (G+V) ein.
Buchungstechnisch werden neutrale Aufwendungen und Erträge in einer eigenen Kontenklasse erfasst, um sie klar vom betrieblichen Bereich zu trennen.