Personalkosten

In Kürze

Personalkosten sind die direkten Vergütungen, die ein Unternehmen seinen Beschäftigten für geleistete Arbeit zahlt. Zusammen mit Personalnebenkosten und Personalzusatzkosten bilden sie den gesamten Personalaufwand eines Unternehmens.

Definition

Der Begriff Personalkosten wird im betrieblichen Alltag oft uneinheitlich verwendet. Im engeren Sinne bezeichnet er nur das direkte Arbeitsentgelt — also die vertraglich vereinbarte Vergütung für geleistete Arbeit.

Davon zu unterscheiden sind zwei weitere Kostenarten: Personalnebenkosten umfassen alle gesetzlichen oder tariflichen Lohn- und Gehaltsbestandteile. Personalzusatzkosten sind freiwillige, unternehmensspezifische Leistungen, die nicht in der monatlichen Gehaltsabrechnung erscheinen.

Alle drei Bereiche zusammen ergeben den Personalaufwand, der sich weiter in Lohnaufwand und Gehaltsaufwand unterteilen lässt.

Zu den typischen Bestandteilen der Personalkosten gehören:

  • Löhne für gewerbliche Arbeitnehmer: Zeitlohn, Akkordlohn, Prämienlohn, Zulagen und Zuschläge sowie Entgeltfortzahlungen bei Krankheit, Urlaub oder Feiertagen
  • Gehälter für kaufmännische und technische Angestellte: Monatsgehalt, Provision, Leistungszulage
  • Vergütungen für Führungskräfte: Monatsvergütung und Tantieme
  • Ausbildungs- und Praktikantenvergütungen: gewerblich, technisch, kaufmännisch oder als Praktikum

Zur Einschätzung der wirtschaftlichen Bedeutung der Personalkosten werden in der Praxis zwei Kennzahlen genutzt:

  • Personalintensität: Personalkosten geteilt durch Gesamtkosten oder Umsatzerlöse — zeigt, welchen Anteil die Personalkosten am Gesamtgeschäft haben
  • Durchschnittliche Personalkosten je Arbeitnehmer: Gesamte Personalkosten geteilt durch die durchschnittliche Beschäftigtenzahl — ermöglicht Vergleiche innerhalb einer Branche

Unternehmen mit einem Personalkostenanteil von über 50 % an den Gesamtkosten oder am Umsatz gelten als personalintensiv. Sie reagieren besonders empfindlich auf Lohnerhöhungen oder Beschäftigungsschwankungen. Ein weiteres Risiko: Wegen gesetzlicher oder vertraglicher Kündigungsfristen lassen sich Personalkosten bei sinkendem Umsatz oft nicht schnell genug reduzieren — Fachleute sprechen hier von Kostenremanenz.