In Kürze
Substitutionsgüter sind Waren, die sich gegenseitig ersetzen können, weil sie ähnliche Bedürfnisse erfüllen. Steigt der Preis eines solchen Gutes, weichen Verbraucher häufig auf das andere aus.
Definition
Als Substitutionsgüter (auch: Substitute) bezeichnet man Güter, die dieselben oder ähnliche Bedürfnisse stillen und daher gegeneinander ausgetauscht werden können. Grundlage dafür ist die funktionale Austauschbarkeit: Beide Güter müssen sich in Leistung, Preis und Qualität so weit entsprechen, dass sie beim Verbraucher denselben Bedarf decken.
Typische Beispiele für Substitutionsgüter sind:
- Butter und Margarine
- Rind- und Schweinefleisch
- Kohle und Heizöl
- Kupfer und Aluminium
Das Gegenteil von Substitutionsgütern sind Komplementärgüter — also Güter, die einander ergänzen statt ersetzen.
Für das Nachfrageverhalten gilt: Steigt der Preis eines Gutes, sinkt dessen Nachfrage — gleichzeitig steigt die Nachfrage nach dem Substitutionsgut. Diesen Zusammenhang nennt man negative Kreuzpreiselastizität.
Man unterscheidet zwei Arten von Substitutionsgütern:
- Vollkommene (perfekte) Substitute: Zwei Güter sind ohne Qualitäts- oder Kostenunterschiede vollständig gegeneinander austauschbar.
- Unvollständige Substitute: Die Güter erfüllen zwar denselben Zweck, unterscheiden sich aber in Qualität, Kosten oder anderen Merkmalen — wie etwa eine DVD und eine Videokassette.