In Kürze
Das Vermögen eines Unternehmens umfasst alle Gegenstände und Werte, die in Geld bewertet werden können. Es wird auf der linken Seite der Bilanz — der sogenannten Aktivseite — ausgewiesen.
Definition
Als Vermögen bezeichnet man die Gesamtheit aller in Geld bewertbaren Vermögensgegenstände eines Unternehmens. Dazu gehören sowohl das Anlagevermögen (z. B. Grundstücke, Maschinen) als auch das Umlaufvermögen (z. B. Waren, Bankguthaben).
Das Vermögen zeigt, welche Mittel dem Unternehmen zur Verfügung stehen, um Schulden zu decken. Zieht man vom Vermögen alle Schulden (das sogenannte Fremdkapital) ab, ergibt sich das Reinvermögen.
Zu den Vermögensgegenständen zählen nicht nur körperliche Dinge wie Gebäude oder Fahrzeuge, sondern auch Forderungen (also Ansprüche auf Zahlungen) und immaterielle Wirtschaftsgüter wie Lizenzen oder Patente — sofern diese käuflich erworben wurden.
Wichtig: Selbst entwickelte immaterielle Werte wie Marken oder Kundenlisten dürfen laut § 248 Abs. 2 HGB nicht in der Bilanz angesetzt werden, weil ihre Bewertung zu unsicher wäre.
In der Bilanz werden die Vermögensgegenstände nach ihrer Liquidierbarkeit geordnet — also danach, wie schnell sie in Geld umgewandelt werden können. Langfristig gebundene Werte wie Grundstücke stehen dabei vor kurzfristigen Werten wie Bankguthaben.