In Kürze
Export bezeichnet die grenzüberschreitende Ausfuhr von Waren oder Dienstleistungen aus einem Staatsgebiet in ein anderes. Zusammen mit dem Import bildet der Export den Außenhandel einer Volkswirtschaft.
Definition
Export liegt vor, wenn ein Land Waren oder Dienstleistungen ins Ausland verkauft oder liefert. Für das empfangende Land sind dieselben Güter ein Import. Der Export von Waren ist dabei in der Regel deutlich umfangreicher als der Export von Dienstleistungen.
Voraussetzung ist eine Ausfuhrhandlung unter Beteiligung mindestens zweier unterschiedlicher Staatsgebiete. Der Export kann entgeltlich oder unentgeltlich erfolgen und findet im Rahmen privatrechtlicher oder öffentlich-rechtlicher Austauschverhältnisse statt.
Zieht man von den Exporten eines Jahres die Importe ab, ergibt sich der sogenannte Netto-Export oder Außenbeitrag. Übersteigen die Exporte die Importe, spricht man von einem Exportüberschuss. Deutschland verzeichnet seit mehr als 40 Jahren einen solchen Überschuss, was als Zeichen wirtschaftlicher Stärke gilt.
Der Außenbeitrag ist Teil der Leistungsbilanz, die wiederum zur Zahlungsbilanz einer Volkswirtschaft gehört. Die Zahlungsbilanz umfasst außerdem die Kapitalbilanz, den Saldo der Vermögensübertragungen, die Devisenbilanz und statistische Restposten.
Beim Export unterscheidet man zwei Wege:
- Direkter Export: Das Unternehmen verkauft die Waren ohne Zwischenhändler direkt an den ausländischen Kunden.
- Indirekter Export: Ein inländischer Vermittler — etwa ein Vertreter oder Exporthändler — übernimmt den Kontakt zu Kunden im Ausland. Dies eignet sich besonders für Unternehmen ohne Exporterfahrung.
Nicht alle Waren dürfen ohne Weiteres exportiert werden. Es gibt genehmigungspflichtige Exporte, die durch verschiedene Gesetze eingeschränkt sind, darunter das Waffengesetz, das Arzneimittelgesetz, das Betäubungsmittelgesetz und das Grundstoffüberwachungsgesetz. Für genehmigungsfreie Exporte in Länder außerhalb der EU genügt in der Regel eine Ausfuhrerklärung beim zuständigen Zollamt.
Je nach Transportweg sind außerdem verschiedene Versanddokumente erforderlich, zum Beispiel ein Ursprungszeugnis, Versicherungszertifikate oder spezifische Frachtbriefe für Schiff, Bahn oder Lufttransport.
Der Staat unterstützt Exporte durch Exportförderung, um Unternehmen den Zugang zu Auslandsmärkten zu erleichtern und Risiken zu verringern. Wichtige Instrumente sind dabei Ausfuhrbürgschaften (für Geschäfte mit ausländischen Staaten) und Ausfuhrgarantien (für Geschäfte mit ausländischen Unternehmen).
Maßgeblich sind außenwirtschaftsrechtliche und zollrechtliche Rahmenbedingungen. In der Praxis ist der Export relevant für Beschäftigungsstrukturen, Lieferketten und grenzüberschreitende Arbeitsorganisation.