Führungskraft

Eine Führungskraft ist eine Person mit Weisungs- und Steuerungsbefugnissen gegenüber Beschäftigten, die Verantwortung für deren Anleitung, Koordination und Ergebnisse trägt. Neben fachlichem Wissen sind heute vor allem soziale und kommunikative Fähigkeiten entscheidend.

In Kürze

Eine Führungskraft ist eine Person mit Weisungs- und Steuerungsbefugnissen gegenüber Beschäftigten, die Verantwortung für deren Anleitung, Koordination und Ergebnisse trägt. Neben fachlichem Wissen sind heute vor allem soziale und kommunikative Fähigkeiten entscheidend.

Definition

Führungskraft ist ein arbeitsrechtlicher Begriff zur Bezeichnung einer Person mit personalbezogenen Leitungsbefugnissen im Betrieb. Sie übernimmt Verantwortung für Anleitung, Koordination und Kontrolle von Beschäftigten innerhalb festgelegter Hierarchien.

Die Stellung als Führungskraft liegt vor, wenn Aufgaben-, Weisungs- oder Entscheidungsbefugnisse gegenüber anderen Arbeitnehmern organisatorisch zugewiesen sind. Sie ergibt sich aus dem Arbeitsvertrag, einer Organstellung oder der funktionalen Einbindung in die Betriebsorganisation. Rechtlich handelt die Führungskraft im Rahmen des Direktionsrechts nach § 106 Gewerbeordnung (GewO) und setzt unternehmerische Vorgaben gegenüber Mitarbeitenden um.

Wichtig: Eine Führungskraft begründet keinen eigenständigen arbeitsrechtlichen Status mit besonderen Kündigungs- oder Vergütungsschutzregeln. Sie ist klar von leitenden Angestellten im Sinne des § 5 Abs. 3 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) abzugrenzen, für die eigene Sonderregelungen gelten.

Früher stand vor allem das fachliche Können im Mittelpunkt. Heute gewinnen interpersonelle Eigenschaften — also Fähigkeiten im Umgang mit Menschen — zunehmend an Bedeutung. Dazu zählen:

  • Ethische und soziale Kompetenz
  • Kommunikative Kompetenz
  • Strategische Kompetenz
  • Vorbildfunktion
  • Selbstdisziplin
  • Interessenausgleich
  • Offenheit, Aufrichtigkeit und Aufmerksamkeit
  • Fehlertoleranz
  • Erklärter Wille zur Führung

Durch die zunehmende Internationalisierung der Arbeitswelt kommt eine weitere Anforderung hinzu: Führungskräfte müssen häufig mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammenarbeiten und auf deren verschiedene Hintergründe eingehen können.

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