Serienfertigung

Bei der Serienfertigung wird eine begrenzte, vorher festgelegte Anzahl gleichartiger Produkte hergestellt — danach werden die Anlagen umgerüstet und eine neue Serie beginnt. Sie liegt als Produktionstyp zwischen Einzel- und Massenfertigung.

In Kürze

Bei der Serienfertigung wird eine begrenzte, vorher festgelegte Anzahl gleichartiger Produkte hergestellt — danach werden die Anlagen umgerüstet und eine neue Serie beginnt. Sie liegt als Produktionstyp zwischen Einzel- und Massenfertigung.

Definition

Serienfertigung ist ein betriebswirtschaftlicher Produktionstyp. Sie bezeichnet die Herstellung konstruktiv und technologisch gleichartiger oder ähnlicher Erzeugnisse in zeitlich abgegrenzten Produktionslosen (auch „Auflage" genannt). Typische Branchen sind der Fahrzeugbau, der Maschinenbau und die Elektroindustrie.

Die Produkte werden in begrenzten Stückzahlen auf denselben Produktionsanlagen gefertigt. Nach Abschluss einer Serie werden die Anlagen umgerüstet, bevor die nächste Serie beginnt. Diese Umrüstzeiten verursachen sogenannte losfixe Kosten — also Kosten wie Einrichtungs-, Wartungs- und Anlaufkosten, die unabhängig von der Seriengröße entstehen. Je größer die Serie, desto geringer fallen diese Kosten pro hergestelltem Stück aus — gleichzeitig steigen aber die Lagerkosten.

Die gefertigten Einheiten weisen innerhalb einer Serie eine hohe Gleichartigkeit auf, während sich unterschiedliche Serien geringfügig unterscheiden können. Je nach Umfang unterscheidet man zwischen Kleinserien-, Mittelserien- und Großserienfertigung. Die Übergänge sind fließend: Bei sehr kleinen Losgrößen nähert sich die Serienfertigung der Einzelfertigung, bei sehr großen Stückzahlen der Massenfertigung.

Außerdem wird unterschieden zwischen der auftragsorientierten Serienfertigung (Produktion auf Basis eines konkreten Kundenauftrags) und der marktorientierten Serienfertigung (Produktion für einen anonymen Markt oder auf Lager). Eine gesetzliche Verpflichtung zur Anwendung der Serienfertigung besteht nicht.

Vorteile

  • Einfacher, gleichbleibender Fertigungsablauf durch standardisierte Arbeitsabläufe
  • Günstigere Materialkosten durch höhere Stückzahlen
  • Bessere Auslastung der Produktionsanlagen
  • Höhere Produktivität und kürzere Durchlaufzeiten
  • Geringere Fixkosten im Vergleich zur Massenfertigung

Nachteile

  • Keine individuelle Produktgestaltung möglich
  • Hohe Umstellungskosten bei geänderten Kundenwünschen
  • Höherer Kapitalbedarf für Produktionsanlagen
  • Für kleinere Unternehmen nur begrenzt geeignet

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