Stellenanzeige

Eine Stellenanzeige ist die formalisierte Bekanntmachung einer offenen Stelle, mit der Arbeitgeber gezielt nach geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern suchen. Ihr Erfolg hängt von Inhalt, Form und der Wahl des richtigen Mediums ab.

In Kürze

Eine Stellenanzeige ist die formalisierte Bekanntmachung einer offenen Stelle, mit der Arbeitgeber gezielt nach geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern suchen. Ihr Erfolg hängt von Inhalt, Form und der Wahl des richtigen Mediums ab.

Definition

Eine Stellenanzeige bezeichnet die öffentliche oder innerbetriebliche Bekanntmachung einer zu besetzenden Position zur Gewinnung geeigneter Bewerber. Sie beschreibt typischerweise den Aufgabenrahmen, die Anforderungen an Bewerberinnen und Bewerber sowie die organisatorische Einordnung der Stelle. Tatbestandlich erforderlich ist eine nach außen erkennbare Aufforderung zur Abgabe von Bewerbungen.

Die Veröffentlichung kann innerbetrieblich (intern) oder außerbetrieblich (extern) erfolgen. Abzugrenzen ist die Stellenanzeige von der internen Stellenbeschreibung, die ein rein organisationsinternes Dokument darstellt und nicht zur Personalgewinnung nach außen dient.

Rechtsgrundlage für die inhaltlichen Anforderungen ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Danach müssen Stellenanzeigen diskriminierungsfrei und anforderungsbezogen formuliert sein. Eine allgemeine Pflicht zur Ausschreibung offener Stellen besteht im privaten Arbeitsrecht nicht.

Die Stellenanzeige begründet keinen Anspruch auf Einstellung oder Vertragsabschluss. In der Praxis strukturiert sie den Bewerbungsprozess und standardisiert die Personalgewinnung. Die Ansprache sollte zielgruppengerecht, freundlich und glaubwürdig sein.

Form und Medium

Die Form der Anzeige entscheidet darüber, ob sie überhaupt gelesen wird. Eine klare Textanordnung, gut lesbare Schrift und ein einprägsamer Wiedererkennungswert helfen dabei, aus der Masse hervorzustechen.

Das Medium bestimmt, welche Zielgruppe die Anzeige erreicht. Als grobe Orientierung gilt:

  • Örtliche Presseorgane – für gewerbliche und kaufmännische Stellen
  • Regionale Zeitungen – für mittlere Führungspositionen
  • Überregionale Zeitungen – für Top-Positionen und Spezialisten
  • Fachzeitschriften – als Alternative bei der Suche nach Fachkräften

Die Kosten einer gedruckten Stellenanzeige richten sich nach der sogenannten Millimeterberechnung: Spaltenanzahl multipliziert mit der Anzeigenhöhe in Millimetern ergibt die abrechenbare Millimeterzahl. Bei mehreren Schaltungen lohnt es sich, über Rabatte oder einen Jahresvertrag zu verhandeln.

Wissensdatenbank

Fragen & Antworten

rund um die Mitbestimmung

Zur Wissensdatenbank