Abfindungsanspruch
In Kürze
Der Abfindungsanspruch ist das Recht eines Arbeitnehmers auf eine finanzielle Entschädigung bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Er dient der Milderung wirtschaftlicher Nachteile und erleichtert den Übergang in eine neue Beschäftigung.
Definition
Der Abfindungsanspruch ist ein arbeitsrechtliches Instrument, das einem Arbeitnehmer eine Zahlung bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses zusichert. Der Abfindungsanspruch entsteht, wenn im Arbeitsvertrag, in einem Tarifvertrag, in einer Betriebsvereinbarung oder durch ein Kündigungsschreiben eine Abfindung festgelegt ist. Er umfasst die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Leistung einer finanziellen Entschädigung, die wirtschaftliche Nachteile durch den Verlust des Arbeitsplatzes ausgleicht. Die Höhe des Abfindungsanspruchs richtet sich nach Dauer der Beschäftigung, Gehalt, Alter des Arbeitnehmers sowie regionalen und betrieblichen Faktoren und kann durch Sozialplan, Aufhebungsvertrag oder Vergleich im Kündigungsschutzverfahren bestimmt werden. Der Abfindungsanspruch begründet keinen gesetzlichen Anspruch auf Zahlung außerhalb der vereinbarten Regelungen. Er ist von einem gesetzlichen Lohnanspruch abzugrenzen und stellt keine laufende Vergütung dar. Der Abfindungsanspruch ist in der Praxis bedeutsam, da er die wirtschaftliche Absicherung von Arbeitnehmern bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses erleichtert.