Kaizen
In Kürze
Kaizen bezeichnet ein organisationsbezogenes Verbesserungsprinzip mit kontinuierlicher Ausrichtung. Es zielt auf schrittweise Optimierung betrieblicher Abläufe durch regelmäßige Anpassungen.
Definition
Kaizen ist ein arbeitsorganisatorisches Modell. Kaizen beschreibt eine dauerhaft angelegte Organisationspraxis zur kontinuierlichen Verbesserung betrieblicher Prozesse und Arbeitsabläufe. Es beruht auf der systematischen Identifikation, Bewertung und Umsetzung kleiner, fortlaufender Optimierungsschritte im laufenden Betrieb. Kaizen liegt vor, wenn Verbesserungen regelmäßig, standardisiert und ohne projektbezogene Einmalmaßnahmen umgesetzt werden. Die Anwendung setzt festgelegte Verfahren zur Analyse von Arbeitsprozessen und zur Rückkopplung von Verbesserungsergebnissen voraus. Eine ausdrückliche gesetzliche Grundlage ist für Kaizen nicht erforderlich, da es kein normatives Regelungssystem darstellt. Kaizen begründet keine individualrechtlichen Ansprüche der Beschäftigten auf Umsetzung einzelner Vorschläge. Kaizen ist vom betrieblichen Vorschlagswesen abzugrenzen, da es auf dauerhafte Prozesssteuerung und nicht auf Einzelideen ausgerichtet ist. In der betrieblichen Praxis wird Kaizen häufig zur Strukturierung kontinuierlicher Prozessanpassungen in Produktion, Verwaltung und Dienstleistung eingesetzt.