Liquidität
In Kürze
Liquidität beschreibt die Fähigkeit, fällige Zahlungsverpflichtungen jederzeit vollständig zu erfüllen. Sie bezieht sich auf die kurzfristige Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln.
Definition
Liquidität ist ein betriebswirtschaftlicher Begriff. Liquidität bezeichnet den Zustand, in dem ein Unternehmen jederzeit in der Lage ist, seine fälligen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht und uneingeschränkt zu erfüllen. Liquidität liegt vor, wenn ausreichend verfügbare Zahlungsmittel oder kurzfristig realisierbare geldnahe Vermögenswerte vorhanden sind. Maßgeblich ist nicht die Höhe des Vermögens, sondern dessen zeitnahe Umwandlungsfähigkeit in Zahlungsmittel. Die Beurteilung der Liquidität erfolgt objektiv anhand des Verhältnisses verfügbarer Mittel zu kurzfristigen Verbindlichkeiten. Dabei werden regelmäßig Liquiditätskennzahlen herangezogen, die unterschiedliche Grade der kurzfristigen Zahlungsfähigkeit abbilden. Eine dauerhafte Sicherstellung der Liquidität ist Voraussetzung für den Fortbestand unternehmerischer Tätigkeit. Liquidität begründet keinen Anspruch auf Finanzierung oder Kredite, sondern beschreibt ausschließlich einen bestehenden wirtschaftlichen Zustand. Abzugrenzen ist die Liquidität von der Rentabilität, die die Ertragskraft eines Unternehmens misst. In der Praxis ist Liquidität zentrale Grundlage für Finanzplanung, Zahlungssteuerung und Insolvenzvermeidung.