Matrixorganisation
In Kürze
Die Matrixorganisation beschreibt eine mehrdimensionale Struktur der betrieblichen Aufbauorganisation. Beschäftigte sind dabei gleichzeitig mehreren fachlichen und projektbezogenen Leitungen zugeordnet.
Definition
Matrixorganisation ist ein arbeitsrechtlicher Begriff, der eine besondere Form der betrieblichen Aufbauorganisation bezeichnet. Der Begriff beschreibt eine mehrdimensionale Struktur mit gleichzeitiger Gliederung nach Funktionen und Objekten. Matrixorganisation liegt vor, wenn Beschäftigte zugleich funktionalen und produkt-, projekt- oder regionsbezogenen Weisungslinien zugeordnet sind. Voraussetzung ist die gleichrangige Ausgestaltung der beteiligten Leitungsdimensionen ohne eindeutige hierarchische Vorrangregel. Die Führungs- und Entscheidungsbefugnisse sind dabei auf mehrere Verantwortungsträger verteilt und wechselseitig abgestimmt. Weisungen erfolgen regelmäßig koordiniert und bedürfen einer sachlichen Abstimmung zwischen den beteiligten Führungsebenen. Rechtsgrundlagen im Sinne spezieller gesetzlicher Normen bestehen für die Matrixorganisation nicht. Die Organisationsform begründet keinen eigenständigen Anspruch auf bestimmte Aufgaben oder Zuständigkeiten. Abzugrenzen ist sie von der Linienorganisation mit eindeutig einliniger Weisungsstruktur. In der Praxis beeinflusst die Matrixorganisation die Zuordnung von Weisungsrechten, Verantwortlichkeiten und Mitbestimmungstatbeständen im Betrieb.