Mutterschaftsgeld
In Kürze
Mutterschaftsgeld ist eine gesetzliche Entgeltersatzleistung während der Mutterschutzfristen. Es sichert das Einkommen erwerbstätiger Frauen rund um die Geburt.
Definition
Mutterschaftsgeld ist ein sozialversicherungsrechtliches Instrument zur finanziellen Absicherung während gesetzlicher Mutterschutzfristen. Es bezeichnet eine Entgeltersatzleistung für Arbeitnehmerinnen, sofern während der Schutzfristen kein Arbeitsentgelt gezahlt wird. Mutterschaftsgeld liegt vor, wenn eine versicherte Frau wegen mutterschutzrechtlicher Beschäftigungsverbote vorübergehend nicht arbeitet. Voraussetzung ist eine bestehende oder fortwirkende Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung mit Krankengeldanspruch. Die maßgeblichen Regelungen ergeben sich aus dem Mutterschutzgesetz (Mutterschutzgesetz, MuSchG) und § 24i Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V). Mutterschaftsgeld begründet keinen Anspruch auf Beschäftigung und ersetzt ausschließlich den wegfallenden Arbeitsverdienst. Es ist vom Mutterschutzlohn abzugrenzen, der bei Beschäftigungsverboten außerhalb der Schutzfristen gezahlt wird. In der Praxis gewährleistet Mutterschaftsgeld die Einkommenssicherung während Schwangerschaft und nach der Entbindung.