Rohgewinn
In Kürze
Rohgewinn bezeichnet eine betriebswirtschaftliche Ergebnisgröße aus der Gewinn- und Verlustrechnung. Er zeigt die Differenz zwischen Umsatzerlösen und direkt zurechenbarem Wareneinsatz.
Definition
Rohgewinn ist ein arbeitsrechtlicher Begriff der handelsrechtlichen Ergebnisermittlung in Unternehmen des Jahresabschlusses. Er bezeichnet die positive Differenz zwischen Umsatzerlösen und unmittelbar zuordenbarem Waren- oder Materialeinsatz. Der Rohgewinn bildet eine Zwischengröße innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung nach Handelsrecht. Er wird unabhängig von Personalaufwand, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen ermittelt periodisch. Ein solcher Ausweis liegt vor, wenn Umsatzerlöse und Wareneinsatz sachgerecht abgegrenzt sind. Grundlage sind die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Nettoerträge und Nettoaufwendungen. Die Ermittlung erfolgt im Rahmen der Gliederungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für Unternehmen. Der Begriff begründet keinen Anspruch auf eine bestimmte Gewinnhöhe oder Marge rechtlich. Rohgewinn ist vom Rohergebnis abzugrenzen, da unterschiedliche Kostenbestandteile berücksichtigt werden handelsrechtlich systematisch. In der Praxis dient der Rohgewinn der Beurteilung von Handels- und Produktionsmargen. Er stellt eine Ausgangsgröße für weitere Ergebnisstufen innerhalb der Rechnung dar bilanziell. Erlösschmälerungen wie Rabatte oder Boni sind zuvor von den Umsatzerlösen abzusetzen vollständig. Die Berechnung erfolgt regelmäßig auf Nettobasis ohne Berücksichtigung der Umsatzsteuer gesetzlich vorgeschriebenen. Die Kennzahl wird branchenübergreifend zur internen Steuerung und externen Analyse verwendet unternehmensbezogen.