Soziale Marktwirtschaft
In Kürze
Die soziale Marktwirtschaft verbindet marktwirtschaftliche Ordnung mit staatlichem sozialem Ausgleich. Sie prägt die wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen des Arbeitslebens in Deutschland.
Definition
Soziale Marktwirtschaft ist ein arbeitsrechtlicher Begriff zur Beschreibung der in Deutschland geltenden Wirtschaftsordnung. Sie bezeichnet eine staatlich geprägte Wirtschaftsordnung, die marktwirtschaftliche Freiheit mit sozialem Ausgleich verbindet. Die soziale Marktwirtschaft ordnet wirtschaftliches Handeln innerhalb eines rechtlichen Rahmens mit Wettbewerbs- und Sozialprinzipien. Vorausgesetzt sind freie Preisbildung, Privateigentum, Vertragsfreiheit sowie staatliche Sicherung fairer Wettbewerbsbedingungen dauerhaft. Rechtsgrundlage ist Artikel 20 Absatz 1 Grundgesetz GG mit dem Sozialstaatsprinzip verfassungsrechtlich. Die soziale Marktwirtschaft begründet keinen Anspruch auf bestimmte Einkommens- oder Beschäftigungsergebnisse individuelle. Sie ist von einer vollständig freien Marktwirtschaft ohne korrigierende staatliche Eingriffe abzugrenzen. In der Praxis prägt die soziale Marktwirtschaft Gesetzgebung, Tarifautonomie und sozialpolitische Gestaltung des Arbeitslebens.