sozialistische Marktwirtschaft
In Kürze
Die sozialistische Marktwirtschaft kombiniert staatliche Wirtschaftslenkung mit ausgewählten marktwirtschaftlichen Elementen. Sie dient der Koordination wirtschaftlicher Prozesse unter sozialistischen Zielvorgaben.
Definition
Sozialistische Marktwirtschaft ist ein wirtschaftsrechtlicher Begriff. Er bezeichnet eine Wirtschaftsordnung, die zentrale staatliche Planung mit begrenzten marktwirtschaftlichen Steuerungsmechanismen verbindet. Die sozialistische Marktwirtschaft ordnet Produktion, Verteilung und Preise grundsätzlich staatlicher Steuerung unter. Sie liegt vor, wenn Produktionsmittel überwiegend im Staatseigentum stehen und wirtschaftliche Entscheidungen zentral vorgegeben sind. Ergänzend können Marktmechanismen wie Preisbildung oder Wettbewerb zwischen Staatsbetrieben zugelassen sein. Rechtsgrundlagen ergeben sich aus nationalen wirtschaftsverfassungsrechtlichen Regelungen ohne einheitliche Kodifikation. Die sozialistische Marktwirtschaft begründet keinen Anspruch auf wirtschaftliche Entscheidungsfreiheit privater Marktteilnehmer. Sie ist von der sozialen Marktwirtschaft mit überwiegend privater Wirtschaftsorganisation abzugrenzen. In der Praxis dient die sozialistische Marktwirtschaft der staatlichen Steuerung von Wirtschaftsleistung und Ressourcenverteilung.