Wertschöpfungskette
In Kürze
Die Wertschöpfungskette beschreibt die Abfolge betrieblicher Tätigkeiten zur Leistungserstellung. Sie dient der systematischen Analyse von Prozessen und Kosten.
Definition
Wertschöpfungskette ist ein betriebswirtschaftliches Analysemodell. Sie beschreibt die geordnete Gesamtheit aller wertschaffenden und unterstützenden Aktivitäten eines Unternehmens. Die Abfolge beginnt mit dem Einsatz von Vorleistungen und endet mit der Bereitstellung marktfähiger Leistungen. Eine Wertschöpfungskette liegt vor, wenn Tätigkeiten prozessual verknüpft und funktional aufeinander ausgerichtet sind. Erfasst werden primäre Aktivitäten mit direktem Leistungsbezug sowie unterstützende Aktivitäten mit Ermöglichungsfunktion. Die Wertschöpfungskette dient der Identifikation von Kostenstrukturen, Abhängigkeiten und wettbewerbsrelevanten Prozessabschnitten. Grundlage ist die Zuordnung sämtlicher Tätigkeiten zu klar abgrenzbaren Aktivitätsbereichen. Die Wertschöpfungskette begründet keine rechtlichen Pflichten oder Ansprüche gegenüber Dritten. Abzugrenzen ist sie von der bloßen Prozessdarstellung ohne wertorientierten Analysezweck. Die Wertschöpfungskette besitzt praktische Bedeutung für Strategieentwicklung, Make-or-Buy-Entscheidungen und Effizienzanalysen.