Design Thinking
In Kürze
Design Thinking bezeichnet einen nutzerzentrierten Ansatz zur Entwicklung von Lösungen. Er strukturiert Innovationsprozesse in Organisationen.
Definition
Design Thinking ist ein betriebswirtschaftliches Instrument zur strukturierten Entwicklung nutzerorientierter Problemlösungen in Organisationen. Es beschreibt einen systematischen Ansatz, der Bedürfnisse von Nutzern als Ausgangspunkt wirtschaftlicher Entscheidungen festlegt. Design Thinking liegt vor, wenn interdisziplinäre Teams iterative Prozesse zur Ideenfindung und Validierung anwenden. Voraussetzung ist eine klare Problemdefinition, kontinuierliche Nutzerperspektive und wiederholte Überprüfung von Lösungsannahmen. Der Prozess umfasst typischerweise Phasen des Verstehens, Entwickelns, Prototypisierens und Testens möglicher Lösungsansätze. Design Thinking dient der systematischen Reduktion von Fehlentwicklungen durch frühe Rückkopplung mit tatsächlichen Anwendern. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Anwendung dieses Instruments besteht weder im Arbeitsrecht noch im Gesellschaftsrecht. Design Thinking ist von klassischen linearen Innovationsmodellen mit rein technikzentrierter Problembearbeitung abzugrenzen. In der Praxis beeinflusst der Ansatz Organisationsentwicklung, Produktgestaltung und Entscheidungsfindung in Unternehmen unterschiedlicher Branchen.