Biometrische Verfahren
In Kürze
Biometrische Verfahren ermöglichen die Identifizierung von Personen anhand körperlicher Merkmale. Sie werden im Beschäftigungskontext zur Authentifizierung oder Zugangskontrolle eingesetzt.
Definition
Biometrische Verfahren ist ein arbeitsrechtlicher Begriff. Er bezeichnet technische Methoden zur Identifizierung oder Authentifizierung von Personen anhand einzigartiger körperlicher Merkmale. Biometrische Verfahren erfassen, verarbeiten und vergleichen personenbezogene Daten mit festgelegten Referenzwerten. Voraussetzung ist die Nutzung physischer oder physiologischer Eigenschaften, die einer bestimmten Person eindeutig zugeordnet sind. Die Anwendung erfolgt regelmäßig im Rahmen digitaler Zugangs-, Kontroll- oder Zeiterfassungssysteme innerhalb betrieblicher Strukturen. Biometrische Verfahren setzen eine datenschutzrechtlich zulässige Verarbeitung besonders sensibler personenbezogener Daten voraus. Rechtsgrundlage ist Artikel 9 Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), soweit keine spezielle Ausnahme eingreift. Eine arbeitsvertragliche Weisung allein rechtfertigt den Einsatz biometrischer Identifikationsmethoden nicht. Biometrische Verfahren sind von wissensbasierten oder besitzbasierten Authentifizierungsformen abzugrenzen. In der betrieblichen Praxis betreffen Biometrische Verfahren insbesondere Zutrittskontrollen, IT-Sicherheit und Arbeitszeiterfassung.