Ergonomie am Arbeitsplatz
In Kürze
Ergonomie am Arbeitsplatz beschreibt die menschengerechte Gestaltung beruflicher Arbeitsbedingungen. Sie zielt auf gesundheitliche Schonung und sichere Arbeitsausführung.
Definition
Ergonomie am Arbeitsplatz ist ein arbeitswissenschaftlicher Begriff. Ergonomie am Arbeitsplatz bezeichnet die systematische Anpassung von Arbeitsbedingungen an körperliche und psychische Eigenschaften Beschäftigter. Maßgeblich ist die Gestaltung von Arbeitsmitteln, Arbeitsumgebung und Arbeitsabläufen nach gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen. Ergonomie am Arbeitsplatz liegt vor, wenn Belastungen reduziert und eine ausgewogene Beanspruchung dauerhaft sichergestellt ist. Voraussetzung ist die Berücksichtigung physischer, sensorischer und kognitiver Anforderungen der jeweiligen Tätigkeit. Dabei sind technische Ausstattung, räumliche Gegebenheiten und organisatorische Rahmenbedingungen gemeinsam zu erfassen. Rechtsgrundlagen ergeben sich insbesondere aus dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV). Eine Pflicht zur Umsetzung individuell optimaler Lösungen für jede Person folgt daraus nicht. Abzugrenzen ist Ergonomie am Arbeitsplatz von rein medizinischen Maßnahmen ohne arbeitsbezogenen Gestaltungsbezug. In der Praxis beeinflusst Ergonomie am Arbeitsplatz die Planung, Bewertung und Anpassung betrieblicher Arbeitsplätze fortlaufend.