Kapitalstruktur
In Kürze
Kapitalstruktur beschreibt die Zusammensetzung des Unternehmenskapitals aus Eigen- und Fremdmitteln. Sie bildet die finanzielle Grundlage betrieblicher Entscheidungen.
Definition
Kapitalstruktur ist ein arbeitsrechtlicher Begriff mit Bezug zur finanziellen Organisation des arbeitgebenden Unternehmens. Die Kapitalstruktur bezeichnet das quantitative Verhältnis von Eigenkapital und Fremdkapital auf der Passivseite der Bilanz. Maßgeblich ist die formale Zuordnung der Finanzierungsmittel zum Gesamtkapital eines Unternehmens. Voraussetzung ist eine bilanzielle Erfassung sämtlicher Eigen- und Fremdfinanzierungsquellen nach handelsrechtlichen Grundsätzen. Die Kapitalstruktur wird regelmäßig anhand von Kennzahlen wie Eigenkapitalquote und Verschuldungsgrad beschrieben. Sie beeinflusst die wirtschaftliche Stabilität und die Finanzierungsspielräume des Unternehmens. Die Kapitalstruktur begründet keinen eigenständigen Anspruch von Arbeitnehmern auf bestimmte Finanzierungsentscheidungen. Sie ist von der Vermögensstruktur auf der Aktivseite der Bilanz abzugrenzen. In der arbeitsrechtlichen Praxis ist die Kapitalstruktur insbesondere bei Restrukturierungen und unternehmerischen Haftungsfragen von Bedeutung.