Schwellenländer
In Kürze
Schwellenländer bezeichnen Staaten zwischen Entwicklungs- und Industrieniveau mit hoher wirtschaftlicher Dynamik. Der Begriff beschreibt einen relativen Entwicklungsstand ohne feste rechtliche Einstufung.
Definition
Schwellenländer ist ein wirtschaftsrechtlicher Begriff. Schwellenländer bezeichnet Staaten mit fortgeschrittener Industrialisierung, deren wirtschaftliche Leistungsfähigkeit deutlich über dem Entwicklungsniveau liegt. Kennzeichnend sind nachhaltige Wachstumsraten, zunehmende industrielle Produktion und wachsende Integration in internationale Märkte. Tatbestandlich ist festgelegt, dass wirtschaftliche Kennzahlen schneller steigen als soziale oder institutionelle Entwicklungsindikatoren. Eine einheitliche Rechtsgrundlage besteht nicht, da Schwellenländer überwiegend in ökonomischen Klassifikationen verwendet wird. Der Begriff begründet keinen völkerrechtlichen Status und keine rechtliche Sonderstellung. Abzugrenzen ist Schwellenländer von Industriestaaten mit stabil hohem Einkommens- und Institutionenniveau. In der Praxis ist Schwellenländer relevant für wirtschaftliche Analysen, Investitionsentscheidungen und statistische Vergleichssysteme.