Zeitstempel
In Kürze
Zeitstempel kennzeichnet den exakten Zeitpunkt eines Ereignisses in dokumentierter Form. Er wird zur zeitlichen Zuordnung arbeitsbezogener Vorgänge verwendet.
Definition
Zeitstempel ist ein arbeitsrechtlicher Begriff, der die eindeutige zeitliche Kennzeichnung eines Ereignisses bezeichnet. Er fixiert Datum und Uhrzeit einer Handlung in nachvollziehbarer, unveränderbarer und dokumentierbarer Form. Zeitstempel liegt vor, wenn ein Ereignis mit einem objektiven Zeitpunkt technisch oder organisatorisch verknüpft wird. Voraussetzung ist eine zuverlässige Erfassung, die Manipulation ausschließt und eine spätere Zuordnung ermöglicht. Die Verwendung erfolgt regelmäßig im Zusammenhang mit Arbeitszeitaufzeichnungen, Zugriffsprotokollen oder Dokumentationspflichten betrieblicher Art. Die technische Ausgestaltung kann analog oder digital erfolgen und richtet sich nach betrieblichen Prozessen. Zeitstempel dient dabei der Beweissicherung über den Zeitpunkt einer Handlung oder eines Zustands. Eine eigenständige Pflicht zur Nutzung eines Zeitstempels besteht ohne spezialgesetzliche Anordnung nicht. Abzugrenzen ist dies von der Zeiterfassung, die auf die Berechnung von Arbeitszeit gerichtet ist. In der Praxis unterstützt der Einsatz die Nachweisbarkeit arbeitszeitlicher Vorgänge gegenüber Arbeitnehmern und Aufsichtsbehörden.