Anlagenintensität
In Kürze
Die Anlagenintensität misst den Anteil des Anlagevermögens am gesamten Unternehmensvermögen. Sie beschreibt die strukturelle Kapitalbindung in langfristig genutzten Vermögenswerten.
Definition
Anlagenintensität ist ein arbeitsrechtlicher Begriff zur strukturellen Beschreibung der Vermögenszusammensetzung eines Unternehmens. Sie bezeichnet das rechnerische Verhältnis des Anlagevermögens zum Gesamtvermögen auf Bilanzebene. Die Anlagenintensität liegt vor, wenn der Anteil langfristig gebundener Vermögenswerte am gesamten eingesetzten Kapital bestimmt ist. Maßgeblich sind die bilanziell ausgewiesenen Buchwerte des Anlagevermögens im Verhältnis zur Bilanzsumme. Die Kennzahl ist objektiv bestimmt und unabhängig von Finanzierung, Rechtsform oder betrieblicher Organisationsstruktur. Eine gesetzliche Definition oder verbindliche Berechnungsvorgabe für die Anlagenintensität besteht nicht. Die Anlagenintensität begründet keinen Anspruch auf bestimmte Investitionsentscheidungen oder betriebswirtschaftliche Maßnahmen. Abzugrenzen ist die Anlagenintensität von Kennzahlen zur Umlaufvermögensstruktur, die kurzfristig gebundene Vermögenswerte erfassen. In der Praxis dient die Anlagenintensität der vergleichenden Analyse von Kapitalbindung und Vermögensstruktur innerhalb betrieblicher Auswertungen.