Tantieme
In Kürze
Tantieme ist eine erfolgsabhängige Vergütungsform im Arbeitsverhältnis. Sie ergänzt eine feste Vergütung und knüpft an wirtschaftliche Ergebnisse an.
Definition
Tantieme ist ein arbeitsrechtlicher Begriff. Er bezeichnet eine variable Vergütung, deren Höhe vom wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens abhängt. Die Tantieme wird zusätzlich zu einer festen Vergütung gezahlt und betrifft regelmäßig leitende Angestellte oder Organmitglieder. Sie liegt vor, wenn Berechnungsgrundlagen und Bemessungszeiträume vertraglich oder kollektivrechtlich festgelegt sind. Maßgeblich sind objektive Erfolgskennzahlen wie Gewinn, Umsatz oder definierte Unternehmensergebnisse. Die rechtliche Einordnung richtet sich nach dem Arbeitsvertrag im Sinne von § 611a Bürgerliches Gesetzbuch BGB. Ein Anspruch auf Tantieme entsteht nur bei Erfüllung der vereinbarten Voraussetzungen. Die Tantieme ist keine freiwillige Sonderzahlung ohne Bindungswirkung. Abzugrenzen ist sie von einer Provision, die ausschließlich an individuelle Verkaufserfolge anknüpft. Die Berechnung erfolgt regelmäßig nach Abschluss eines Geschäftsjahres anhand festgestellter Unternehmenszahlen. Die Tantieme begründet keinen Anspruch auf eine bestimmte Mindesthöhe. In der Praxis dient die Tantieme der variablen Ausgestaltung von Vergütungssystemen für Führungsfunktionen.