Umfinanzierung
In Kürze
Die Umfinanzierung bezeichnet die Ablösung bestehender Finanzierungen durch neue Finanzierungsstrukturen. Sie dient der Anpassung von Kreditbedingungen an veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen.
Definition
Umfinanzierung ist ein finanzwirtschaftlicher Begriff, der die strukturverändernde Ablösung bestehender Fremdfinanzierungen beschreibt. Umfinanzierung bedeutet die Ersetzung eines oder mehrerer bestehender Kredite durch neue Finanzierungsvereinbarungen. Sie liegt vor, wenn Darlehen vollständig zurückgeführt und durch andere Kreditformen oder Kreditgeber ersetzt sind. Voraussetzung ist das Fortbestehen des Finanzierungsbedarfs ohne Zufluss zusätzlicher Kapitalmittel. Die Umfinanzierung kann sowohl eine Änderung der Laufzeit als auch der Kreditart oder Vertragskonditionen umfassen. Rechtsgrundlagen ergeben sich aus den allgemeinen schuldrechtlichen Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Eine gesetzliche Verpflichtung zur Durchführung einer Umfinanzierung besteht nicht. Sie ist von der bloßen Vertragsverlängerung abzugrenzen, bei der keine Ablösung bestehender Verbindlichkeiten erfolgt. In der Praxis betrifft die Umfinanzierung regelmäßig private, gewerbliche und immobilienbezogene Kreditverhältnisse.