BIP
In Kürze
Das BIP misst die wirtschaftliche Gesamtleistung eines abgegrenzten Wirtschaftsraums. Es bildet den Marktwert aller dort produzierten Endgüter und Dienstleistungen ab.
Definition
BIP ist ein volkswirtschaftlicher Begriff. Er bezeichnet den aggregierten Marktwert aller innerhalb eines Wirtschaftsgebiets erzeugten Endprodukte und Dienstleistungen. Das BIP erfasst ausschließlich die in einem bestimmten Zeitraum im Inland entstandene Wertschöpfung. Voraussetzung ist, dass nur Endverwendungen berücksichtigt werden und Vorleistungen unberücksichtigt bleiben. Die Berechnung erfolgt periodisch auf Jahres- oder Quartalsbasis anhand statistisch festgelegter Rechenmethoden. Das BIP dient als zentrale Kennzahl zur Beschreibung der gesamtwirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eines Staates. Rechtsgrundlage ist das System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen nach unionsrechtlich harmonisierten Vorgaben. Das BIP begründet keinen unmittelbaren Rückschluss auf Einkommensverteilung oder individuelle Wohlstandslagen. Es ist vom Bruttonationaleinkommen abzugrenzen, da dieses auch grenzüberschreitende Primäreinkommen einbezieht. In der Praxis wird das BIP für wirtschaftspolitische Analysen, Vergleiche und Prognosen herangezogen.