Fayolsche Brücke
In Kürze
Die Fayolsche Brücke ist ein Organisationsprinzip zur beschleunigten internen Kommunikation. Sie erlaubt unter bestimmten Voraussetzungen eine direkte Abstimmung zwischen gleichgeordneten Führungsebenen.
Definition
Die Fayolsche Brücke ist ein arbeitsrechtliches Instrument zur Regelung innerbetrieblicher Kommunikationswege. Sie beschreibt eine Ausnahme vom regulären Dienstweg, bei der gleichgeordnete Vorgesetzte unmittelbar miteinander kommunizieren dürfen. Voraussetzung ist, dass die beteiligten Stellen auf derselben Hierarchieebene angesiedelt und organisatorisch gleichgestellt sind. Die Anwendung setzt festgelegte Zuständigkeiten sowie eine sachlich begründete Kommunikationsnotwendigkeit voraus. Die Fayolsche Brücke dient der Beschleunigung von Informationsflüssen ohne dauerhafte Aufhebung bestehender Weisungsketten. Rechtsgrundlagen werden nicht normativ festgelegt, sondern ergeben sich aus Organisationsanweisungen und betrieblichen Regelungen. Eine Verpflichtung zur Nutzung besteht nicht. Die Fayolsche Brücke ist vom regulären Linienprinzip abzugrenzen, da dieses den ausschließlichen Dienstweg vorsieht. In der Praxis wird die Fayolsche Brücke eingesetzt, um zeitkritische Abstimmungen zwischen Organisationseinheiten effizient zu ermöglichen.