Fließfertigung
In Kürze
Fließfertigung beschreibt eine sequenzielle Organisation industrieller Arbeit entlang festgelegter Produktionsschritte. Die zeitliche und räumliche Ordnung ist auf kontinuierlichen Materialfluss ausgerichtet.
Definition
Fließfertigung ist ein arbeitsrechtlicher Begriff zur Beschreibung einer standardisierten Organisation industrieller Arbeitsabläufe. Sie bezeichnet eine Produktionsform, bei der Arbeitsplätze und Betriebsmittel entlang einer festen Arbeitsfolge angeordnet sind. Fließfertigung liegt vor, wenn Arbeitsgänge ohne Unterbrechung in vorgegebener Reihenfolge zeitlich abgestimmt ausgeführt werden. Die Organisation setzt voraus, dass Arbeitsinhalte, Taktzeiten und Arbeitsplätze dauerhaft aufeinander abgestimmt festgelegt sind. Fließfertigung unterliegt den allgemeinen Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes (Arbeitszeitgesetz – ArbZG) hinsichtlich Höchstarbeitszeiten und Ruhezeiten. Der Begriff begründet keinen eigenständigen Anspruch auf bestimmte Arbeitsbedingungen oder Arbeitszeitgestaltung. Fließfertigung ist von der Werkstattfertigung abzugrenzen, bei der Arbeitsgänge nicht linear organisiert sind. Fließfertigung ist in der Praxis relevant für die arbeitsorganisatorische Gestaltung von Massen- und Serienproduktionen.