Gesamtkapitalrentabilität
In Kürze
Die Gesamtkapitalrentabilität misst die Verzinsung des gesamten im Unternehmen eingesetzten Kapitals. Sie bildet die Effizienz des Kapitaleinsatzes unabhängig von der Finanzierungsstruktur ab.
Definition
Die Gesamtkapitalrentabilität ist ein betriebswirtschaftlicher Begriff. Sie bezeichnet eine Kennzahl zur Messung der Verzinsung des gesamten im Unternehmen eingesetzten Kapitals. Die Gesamtkapitalrentabilität liegt vor, wenn der Periodenerfolg unter Einbeziehung der Fremdkapitalzinsen ins Verhältnis zum Gesamtkapital gesetzt ist. Voraussetzung ist die Berücksichtigung von Eigenkapital und Fremdkapital auf Basis der Bilanzsumme einer Abrechnungsperiode. Die Gesamtkapitalrentabilität wird rechnerisch aus dem Gewinn zuzüglich Fremdkapitalzinsen im Verhältnis zum Gesamtkapital ermittelt. Die Berechnung erfolgt periodenbezogen und wird regelmäßig als Prozentwert ausgewiesen. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Ermittlung der Gesamtkapitalrentabilität besteht nicht. Die Gesamtkapitalrentabilität ist von der Eigenkapitalrentabilität als ausschließlich eigenkapitalbezogener Kennzahl abzugrenzen. In der Praxis dient die Gesamtkapitalrentabilität der vergleichenden Analyse der Wirtschaftlichkeit und Kapitalnutzung von Unternehmen.