Kapitalanlagegesetzbuch
In Kürze
Kapitalanlagegesetzbuch ist das zentrale Regelwerk für Investmentfonds in Deutschland. Es vereinheitlicht Aufsicht, Verwaltung und Struktur von Investmentvermögen.
Definition
Kapitalanlagegesetzbuch ist ein arbeitsrechtlicher Begriff. Das Kapitalanlagegesetzbuch bezeichnet das deutsche Gesetz zur umfassenden Regulierung von Investmentvermögen und deren Verwaltung. Es ordnet die rechtlichen Rahmenbedingungen für Angebot, Verwaltung und Vertrieb von Investmentfonds verbindlich. Voraussetzung ist, dass Investmentvermögen gewerblich verwaltet und Anlegergelder nach festgelegten Anlagestrategien eingesetzt werden. Das Gesetz unterscheidet Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren und Alternative Investmentfonds systematisch. Es regelt Zulassung, Organisation und Pflichten von Kapitalverwaltungsgesellschaften in interner oder externer Form. Maßgeblich ist die fortlaufende staatliche Aufsicht über Fondsvermögen, Geschäftsführung und Anlegerinformationen. Das Kapitalanlagegesetzbuch integriert europäische Vorgaben und ersetzt frühere nationale Regelungen vollständig. Rechtsgrundlage ist das Kapitalanlagegesetzbuch (Kapitalanlagegesetzbuch, KAGB) als spezialgesetzlicher Ordnungsrahmen. Das Gesetz begründet keinen individuellen Anspruch auf Rendite oder Werterhalt einer Kapitalanlage. Abzugrenzen ist das Kapitalanlagegesetzbuch vom aufgehobenen Investmentgesetz als früherem nationalem Fondsrecht. In der Praxis strukturiert das Kapitalanlagegesetzbuch die rechtssichere Verwaltung und Beaufsichtigung kollektiver Kapitalanlagen.